„Schönen guten Morgen!“

Ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn dein Wecker dich morgens herzlos und grausam aus dem Schlaf reißt. Ich persönlich wache jedenfalls nicht mit einem Herzen auf, das voller Hoffnung und Freude auf Gott ausgerichtet ist, sondern eher auf mich selbst und einige Lügen, an welche ich (zumindest unterbewusst) glaube. Die Wahrheit ist: Wir benötigen jeden morgen neu eine Art „geistliches Duschen und Zähneputzen“ für einen guten Start in den Tag.

Lass mich dich fragen: Wie würdest du dich fühlen, wenn du ungewaschen und ohne die Zähne zu putzen auf die Arbeit gehen würdest? Ich nehme mal an, dir graut davor und das zurecht. Wie würdest du dich allerdings fühlen, wenn du ohne „geistliche Dusche“ in den Tag startest? Und genau hier verbirgt sich die Gefahr, Äußerlichkeiten mehr zu pflegen, als unseren inneren Menschen. Aber genauso wie unser Körper morgens der Pflege bedarf, so ist es auch mit unserem inneren Menschen.

Ohne diese „Reinigung“ gehe ich beispielsweise mit folgenden Überzeugungen (je nach Lebenssituation) in den Tag:
„Es geht heute um mich“
„Das macht doch alles keinen Sinn“
„Ich schaffe das“
„Ich schaffe das niemals“
„Augen zu und durch“

All diese Überzeugungen kommen zustande, wenn wir morgens auf uns selbst schauen. Lass uns lieber auf Gott schauen, während wir den Blick von uns selbst abwenden und nur auf ihn vertrauen. Fange damit an dich morgens auf Gottes Zusagen zu stellen. Hier einige Beispiele:
„Jesus Christus liebt mich unbeschreiblich“ (Eph 3,19)
„Ich lebe nicht mehr für mich, sondern gehöre ganz ihm“ (1Kor 6,19)
„Mein himmlischer Vater versorgt mich“ (Mt 6,33)
„Ich darf ihm alle meine Sorgen abgeben und davon frei werden“ (1Pet 5,7)
„Gott hat heute Gelegenheiten für mich vorbereitet, um ihm zu dienen“ (Eph 2,10)

Lass diese Zusagen in dein morgendliches Gebet einfließen, egal ob unter der Dusche, beim ersten Kaffee, oder auf den Knien neben deinem Bett. Es ist nicht schlimm, dass du dich jeden morgen neu auf die gleichen Zusagen besinnen musst. Schlimm ist es, wenn du meinst, es nicht nötig zu haben und so an Gott vorbei und mit dir selbst im Zentrum in den Tag zu starten. Lass dich ermutigen, deine Morgenroutine durch „geistliches Zähneputzen“ zu ergänzen. Seine Gnade ist „jeden morgen neu, denn seine Treue ist groß.“ (Kla 3,23)

Euer Peter Krell