Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben

Dass die Beziehung zu Gott eine emotionale, gefühlsvolle und empfindsame Beziehung ist, sehen wir besonders in den Psalmen. In Gottesdiensten lassen wir uns gerne in den Gesang mitnehmen und lesen auf der Leinwand oder in dem Liederbuch die Zeilen ab, die wir zu singen haben. Ist uns bewusst, dass ein großer Teil der Psalmen persönlicher Gesang ist? David beispielsweise sang nicht nur in der Versammlung der Gläubigen die Zeilen, die ihm vorgegeben wurden – er schrieb sie selbst! Denn er erlebte etwas mit Gott. Zahlreiche Hochs und Tiefs, Wunder, Befreiung, sein Versagen, Gottes Liebe und Treue.

Wenn unsere Beziehung zu Gott lebendig ist, dann haben wir auch darüber etwas zu erzählen. Und David wollte seine persönlichen Erfahrungen mit Gott zu seiner Ehre in Liedern erklingen lassen. Seine Beziehung zu Gott war echt. Sie prägte sein Leben. Er hatte echte Erlebnisse mit Gott und konnte sagen:
„Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott.“ (Psalm 40,4)

Stellen wir uns vor, Gott würde sich in diesem Moment ein „neues Lied“ von uns wünschen. Hätten wir etwas zu singen (nicht zu sagen, zu singen!)? Letztendlich ist dieses Gebet von David für uns ein Ansporn, Gott um neue Lieder für uns und unsere Gemeinde zu bitten. Denn echte Beziehung, echte Liebe wird immer einen Grund haben, zu singen.

Euer Peter Krell

2019-02-02T14:34:33+00:0014. April 2018|