Das Leben von Richard Baxter

Ein kleines Büchlein kann einen großen Segen in unser Leben bringen. Neulich las ich die oben genannte Biographie von Richard Baxter, der von 1615 bis 1691 lebte. Er hatte ein schweres Leben erfüllt mit reichlich Frucht für das Reich Gottes. Bis heute, über 300 Jahre nach seinem Tod, ermutigt er durch sein Leben noch die Kinder Gottes, auch mich. Hier zwei Zitate, die mir Segen gebracht haben und mit denen ich euch motivieren möchte, Biographien zu lesen:

„Wenn er auf seine Kinderjahre zurückblickte, fand er wohl, dass ihm seine Sünden oft leid geworden waren, aber es schien ihm, als sei immer nur Furcht und nicht Liebe zu Gott die Quelle seiner Reue gewesen.“

Dieses Zitat zeigt mir, dass nicht nur Reue, sondern auch die Motivation für meine Reue für Gott wichtig ist. Wenn ich aus Liebe zu meinem Herrn Jesus Reue empfinde, dann wird aus der empfundenen Reue auch eine gelebte Umkehr zu ihm. Wenn mir die Liebe zu ihm fehlt, wird es wohl nie über die Bitte „Herr, vergib mir“ hinaus zu einer Veränderung kommen.

Das zweite Zitat stammt von ihm persönlich:
„Wegen meiner Magenschwäche konnte ich nicht vor sieben Uhr morgens aufstehen, späterhin auch dann noch nicht; und meine anderen Übel bewirkten, dass es eine Stunde dauerte, ehe ich angekleidet war. Eine Stunde musste ich vor dem Mittag und eine vor dem Abendessen spazieren gehen, und nach dem Abendbrot konnte ich selten noch studieren. Dazu kamen noch das Gebet, die häuslichen Geschäfte, die Essenszeit, sodass mir nur wenig Zeit zum Studieren blieb – das schwerste Leiden für mich in meinem ganzen Leben.“

Er hatte mit vielen körperlichen Leiden zu kämpfen. Aber was mich hier bewegt ist die Tatsache, dass nicht sie das Schlimmste für ihn waren, sondern die Tatsache, dass sie ihn im Studium von Gottes Wort begrenzten. Er hungerte nach mehr von Gott. Und trotz seiner Leiden schrieb er Bücher, die bis heute in Druck gehen und tausende Geschwister ermutigen. Mir geht es gesundheitlich sehr gut. Daher will ich umso mehr die Gelegenheit nutzen, um meine Zeit den Dingen zu widmen, die einen Ewigkeitswert haben. Und wenn es mir gesundheitlich nicht gut gehen sollte, will ich mich an sein Leben erinnern, das mir sagt: Gott kann einen kranken, gebrochenen Menschen durch seine Gnade mächtiglich gebrauchen.

Euer Peter Krell

2019-03-20T10:18:26+00:0010. Oktober 2018|