Woher kommt der Sieg?

Als Israel im Kampf gegen König Amalek stand, machte Mose folgendes:

„Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, so hatte Israel die Oberhand, und wenn er seine Hand ruhen ließ, so hatte Amalek die Oberhand. Und die Hände Moses wurden schwer … und Aaron und Hur unterstützten seine Hände, hier einer und dort einer, und so waren seine Hände fest, bis die Sonne unterging. Und Josua streckte Amalek und sein Volk nieder mit der Schärfe des Schwertes.“
(2. Mose 17,10-13)

Ist das nicht eine außergewöhnliche Schilderung einer Schlacht? Wir erfahren nichts über die Schlacht, außer, dass sie existiert. Keine Schilderung der Truppenstärke. Keine Schilderung der Taktik. Keine Schilderung der Ausrüstung und Waffen. Es ist normal, dass ein General eine Schlacht aus der Ferne beobachtet, um den Verlauf der Schlacht zu beobachten, seine Truppen zu koordinieren und taktische Maßnahmen zu ergreifen. Mose ist wie ein General in dieser Schilderung. Doch was er tut, ist nur eines: Er betet. Und die Schlacht verläuft nicht nur ungefähr, sondern exakt entsprechend seines betenden Einflusses. Sobald er seine Hände fallen lässt, weicht Israel zurück.

Es ist zudem interessant, dass er der eine Beter ist, während die anderen ihn dabei unterstützen. Gott wollte seinem Volk den Sieg über die Feinde geben, dies war sein Wille. Aber wir sehen ebenfalls, wie Gott seinen Willen erfüllt, nämlich durch das anhaltende Gebet eines einzigen Mannes, der ihm ganz geweiht ist. „Das Gebet eines Gerechten vermag viel.“ (Jak 5,16; Hervorhebung durch Autor)

Warum erleben wir so oft Niederlagen, indem wir in Sünde fallen oder im Dienst nur wenig Frucht bringen? Wir setzen oft an der falschen Stelle an. Wir fokussieren unser Leben auf die Schlacht, die Truppen, quasi auf das, was vor unseren Augen ist und versuchen mit unseren Mitteln voranzukommen.

Gott will uns in dieser Geschichte klar machen, dass es einen Faktor gibt, an dem alles hängt und das ist er, der Herr der Heerscharen. Lieber Bruder, liebe Schwester, vernachlässige bitte diese eine Sache nicht: Hebe deine Hände „bis die Sonne untergeht“, also anhaltend, auf zu dem Herrn und bete bis zum Sieg, denn „der Herr wird für euch kämpfen.“ (2. Mose 14,14)

Euer Peter Krell

2019-03-20T13:09:12+00:0022. Februar 2019|