So lautet der Buchtitel eines Pastors, den ich sehr schätze, C. J. Mahaney. Dieses Buch beinhaltet einige schlagkräftige Aussagen darüber, wie wichtig Demut und wie gefährlich Stolz für unser Leben ist. Der Autor beginnt sein Buch mit der Aussage aus Jesaja 66,2, wo es heißt:

„Aber auf den will ich blicken: auf den Demütigen und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“

In diesem Vers steckt eine faszinierende Entdeckung: Der Demütige zieht Gottes Aufmerksamkeit auf sich. Darüber muss man erstmal nachdenken. Wir wissen aus der Heiligen Schrift, dass Gott allsehend und allwissend ist. Es gibt absolut nichts, was sich seinem Wissen und seinem Blick entzieht. Dennoch heißt es hier im Text, dass Gott seinen Blick auf eine bestimmte Person richtet. Im Jakobusbrief sehen wir die Aussage, dass Gott den Hochmütigen widersteht, aber den Demütigen Gnade schenkt. Wir können daraus schließen, dass Gott zwar alles sieht, aber dass seine liebevolle und gnädige Aufmerksamkeit denen gilt, die vor ihm demütig sind. Das ist eine gewaltige Verheißung. Es geht hier nicht um etwas, was du oder ich tun. Auch solche Verheißungen gibt es in der Bibel, wie beispielsweise „rufe mich an in der Not und ich will dich retten und du wirst mich preisen.“ (Ps 50,15) Diese Verheißung gilt denen, die etwas Bestimmtes tun, nämlich den Herrn anrufen. Die Bibelstellen in Jakobus und Jesaja beziehen sich erstaunlicherweise aber nicht auf etwas, das wir tun, sondern vielmehr darauf, wer wir sind. Ich möchte es gerne so auf den Punkt bringen: Wenn deine Haltung Gott gegenüber von Demut geprägt ist, gehört dir seine Aufmerksamkeit und Gnade. Das liegt einfach daran, dass ein demütiges Herz Gott an die richtige Stelle setzt. Wie können wir nun ein demütiges Herz haben, beziehungsweise darin wachsen? Hier gibt uns das Buch einige praktische Ratschläge, von denen ich einige weitergeben will:

  1. Denke beständig über das Wunder des Kreuzes nach. Hier ist die Quelle für ein rechtes Bild von uns selbst, als auch von der Liebe Gottes in Christus.
  2. Beginne deinen Tag damit, dass du dir deiner Abhängigkeit von Gott bewusstwirst, damit du auf ihn vertraust und nicht auf dich selbst.
  3. Gebrauche deine „täglichen Routinen“, wie beispielsweise Autofahren, dafür, um über Gottes Wort im Gebet nachzusinnen.
  4. Werfe deine Sorgen (wirklich!) auf ihn, denn er sorgt für dich. Dadurch erkennst du wirklich Gottes Platz als himmlischer Vater in deinem Leben an, anstatt dir Arme und Beine auszureißen, um deine Sorgen zu tragen.
  5. Gebe am Ende des Tages Gott die Ehre für alles, was dir gelungen ist und lass dir von ihm vergeben für alles, wo du versagt hast.
  6. Beschäftige dich mit den biblischen Lehren über Gottes Heiligkeit und die Sündhaftigkeit des Menschen.
  7. Ermutige und diene anderen an jedem Tag. Mach andere darauf aufmerksam, wo du Gottes Gnade und Wirken in ihrem Leben siehst, damit sie im Glauben ermutigt werden.
  8. Lade Menschen bewusst dazu ein, dir Feedback zu geben zu deinen Worten und Taten, damit du Sünde einsehen und durch Gottes Gnade in diesen Dingen wachsen kannst.