Die Mauer war zur Hälfte wiederaufgerichtet und die Gegner Jerusalems bündelten noch einmal alle ihre Kräfte, um die Bauarbeiten zu zerschlagen. Die Stadt war umzingelt von Feinden (Nehemia 4:6). Und die Feinde Jerusalems planten Guerilla-Angriffe. Keine direkte, offensichtliche Konfrontation, denn dann würde die Gemeinde zusammenrücken, den Feind identifizieren und gezielt bekämpfen. Unser Feind handelt genauso. Er greift dort an, wo man ihn nicht erwartet, ganz subtil will er Zweifel an Gottes Wort wecken und Furcht in uns auslösen. Worauf schaust du wenn du auf Widerstände im Leben triffst?

Es ist wichtig, dass wir wissen, dass Menschen, mit denen wir Zeit verbringen, uns prägen. Wir müssen vorsichtig sein und uns auch unserem Einfluss bewusst sein: Was sind meine Worte? Anders als das Volk wurde Nehemia nicht entmutigt. Er hatte einen effektiven, wirksamen „Schlachtplan“ (Nehemia 4:3). Beten und Gott ins Bewusstsein des Volkes bringen! Handeln und Wachen aufstellen!
Wir brauchen eine himmlische Perspektive, Gottes Blick auf unser Leben. Wir müssen unseren Blick auf Jesus richten, weg vom Schutt! Und gleichzeitig müssen wir Verantwortung übernehmen, denn Gott bindet uns in seine Pläne mit ein, er ruft uns zu sich und sendet uns aus, er wirkt unser Wollen und steht über allem. Gott ist souverän (Nehemia 4:14), doch wir können nicht passiv sein. Gott hat uns eine Aufgabe gegeben. Wir sollen BETEN und ARBEITEN!